Gemeinnützige Skatehalle ab 1/07/20

Seit dem 01. Juli 2020 wird die Skatehalle von der gemeinnützigen Skate RAW gGmbH betrieben. Alle erwirtschafteten Gewinne fließen also direkt in die Skatehalle zurück. Aber was bedeutet Gemeinnützigkeit eigentlich konkret?

Foto: Sarah Bleszynski

Eine Skatehalle für die Skate-Szene
Wir wollen alles dafür tun, damit die Skatehalle ab sofort wieder die Heimat der Berliner
Skateboard-Szene ist. Gute Ideen sind jederzeit willkommen. Wir fördern Events und Projekte in der Halle. Das ist der Zweck unserer neuen Betreibergesellschaft!
Gemeinnützigkeit.

Gemeinnützigkeit bedeutet, dass bei dem Betrieb der Skatehalle keine privaten Gewinne ertwirtschaftet werden. Niemand darf die Einnahmen aus Eintritten, Workshops, Sponsoring oder Querfinanzierung als Gewinn an sich selbst ausbezahlen. Dabei gilt auch: Keine Tricks! Niemand darf zum Beispiel durch ein zu hohes Gehalt begünstigt werden oder andere ungewöhnliche Vorteile genießen. „Gemeinnützig“ bedeutet: Alle Einnahmen müssen in das öffentliche Angebot der Skatehalle fließen und kommen der Skate-Community zu Gute.


Demokratische Kontrolle
Unser neues Betriebsmodell setzt konsequent auf die demokratische Kontrolle des Skatehallen-Betriebs. Das heißt: Beherrschende Gesellschafter sind die ebenfalls gemeinnützigen und demokratischen Vereine Drop In e.V. und 1. Berliner Skateboardverein e.V. Diese Vereine benennen und kontrollieren die Geschäftsleitung der Skatehalle.


Transparenz
Gemeinnützigkeit bedeutet auch, dass wir den höchsten Anforderungen an die Transparenz
genügen werden. Das Finanzamt prüft gemeinnützige Körperschaften nach besonders
strengen Kriterien. Auch den ständigen Kontrollen von Förderern und sogar dem Landesrechnungshof müssen wir jederzeit gerecht werden. Wir sind eingetragen in die Berliner Transparenzdatenbank. Über unseren Aufsichtsrat erhalten wichtige Akteure der Skateszene ständigen Einblick in die Geschäftsführung.


Mitgestaltung
In unserem Zukunftskonzept gilt: Wer das Programm der Skatehalle mitgestaltet, wird
auch an wichtigen Entscheidungen beteiligt. Das betrifft vor allem zwei Fragen: Wie soll der
Skate-Parkour aussehen? Und wie soll das Programm in der Skatehalle gestaltet werden?
Zu diesen Fragen muss die Skateboard Community gehört werden. Und ihre Meinung muss
zählen! Deshalb werden wir in den kommenden Wochen einen Beirat ins Leben rufen, in dem Vertreterinnen der verschiedenen Nutzergruppen ihre Anforderungen einbringen und die Partizipation aller Skaterinnen organisieren. So zählt am Ende jede Stimme aus der Skate-Community!


Langfristige Tragfähigkeit
Wir wollen, dass die Skatehalle über 30 Jahre erhalten bleibt und sich weiterentwickeln kann. Unserem gemeinnützigen Zukunftskonzept liegt ein geprüfter Businessplan zu Grunde, der den Fortbestand der Berliner Skatehalle langfristig sichert.
Weiterentwicklung der Angebote. Seit vielen Jahren leisten ehrenamtliche Initiativen Jugendarbeit unter dem Dach der Skatehalle. Nun wird diese Arbeit fest in der Skatehalle verankert. Mit den langjährigen Partnern der Halle schaffen wir Aufenthaltsräume, Angebote für Weiterbildung, Berufsorientierung, Hilfe und Beratung.

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